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15. August 1961. Berlin-Mitte. Ruppiner Straße. Bernauer Straße Zwei Tage nach Errichtung der Sperranlagen entschliesst sich Conrad S., Oberwachtmeister der kasernierten Volkspolizei, zur Flucht in den Westen. Nachdem er durch ein Zeichen den an der Bernauer Straße anwesenden Fotografen seine Absicht kundgetan hat, beginnen diese die in einiger Entfernung stehende Doppelstreife abzulenken. Einige Minuten später kommt ein Fahrzeug der Westberliner Polizei, dessen hintere Tür geöffnet ist. Conrad S. läuft los. Sein Gewehr wirft er weg, um besser über die Stacheldrahtrollen springen zu können. Seine Flucht wird von dem vor Ort befindlichen Fotograf Peter L. festgehalten. Als Sinnbild für den Kalten Krieg geht das Foto des flüchtenden Soldaten um die Welt. Conrad S. kann seine Flucht nie vollständig verarbeiten. 1998 nimmt er sich das Leben.